Angebot zur Instandsetzung loser Hauptlager / Lagerschilde

Nicht vorgesehen, aber dennoch in der Praxis üblich sind eingelaufene Lagerschilde der Kurbelwellenhauptlager. Durch das Mitdrehen des Lagerschildes läuft dann außerdem noch das Gehäuse ein. Damit kommt es zu einer erhöhten Belastung des Motorgehäuses und zu gesteigerten Vibrationen durch das entstandene Spiel zwischen Hauptlager und Gehäuse. Obendrein verliert auch die Kurbelwelle ihre Vorspannung. Zu erkennen ist das aber meist erst, wenn man zum Lagerwechsel das Gehäuse erwärmt und dann der Lagersitz mitsamt Lager herausfällt. Ab Werk gibt es leider keine Übermaß-Lagerschilde.
Bei einer Revision spindele ich erst die eingelaufene Blockbohrung aus und setze anschließend CNC-gedrehte Lagerschilde aus hochfestem Stahl ein. Diese Arbeit braucht einiges an Erfahrung, um die teilweise kritischen Pressmaße zwischen Kurbelwellenhauptlager, Lagerschild und Motorgehäuse, die sich auch noch gegenseitig beeinflussen, richtig einzuschätzen und umzusetzen.
Meine Auslegung erfolgt dabei gleich zur Aufnahme der neuen, dickeren Distanzscheiben der Kurbelwelle, da die alten, dünnen Scheiben gelegentlich gebrochen sind (was eine Motorkomplettdemontage zur Folge hat). Weiterhin optimiere ich die Außenkontur, um die Pressfläche zu erhöhen und somit der Reparatur eine maximale Lebensdauer zu verleihen.

Festpreis pro Gehäusehälfte:

    200,- Euro ( versandkostenfrei innerhalb Deutschlands) pro Gehäusehälfte / Lagersitz
    bei zerlegt und gereinigt angeliefertem Gehäuse.

De-und Montagearbeiten kann ich auf Wunsch gern für Sie erledigen, jedoch muß ich diese Arbeiten gesondert berechnen.

 

    Einige Bilder aus der Werkstatt:

 

 

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Umfangs ist der Schaden
oft gar nicht sofort zu erkennen. In der Planfläche sieht man aber sehr gut, was im Betrieb passiert ist: Der Lageraußenring der Kurbelwelle hat sich mitgedreht und die Planfläche zerspant. Die Kurbelwelle hat dadurch Vorspannung verloren - der Motor vibrierte mehr als notwendig. Auch diese Lagerbuchse muß erneuert werden.

 

 

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Die matten Stellen,
an denen das Lagerschild im Block Material abgetragen hat, sind gut zu erkennen. Die glänzende Stelle dazwischen wird durch die Rille im Lagerschild außen nicht beansprucht. Hier ist nur mit einem neuen Lagerschild keine korrekte Reparatur möglich. Schwierig, aber möglich: Das exakte Einrichten der Mitte in einer bereits verschlissenen Bohrung.

 

 

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Nach dem Ausspindeln.
Natürlich müssen die Bohrungen der Hauptlager absolut fluchten, um einen Fehlwinkel in der Kurbelwellenlagerung zu vermeiden. Auch eine Abweichung von der Position ist nicht zulässig, da sonst die beidseitig sitzenden Zahnräder nicht mehr sauber kämmen. Außerdem wichtig: Eine perfekte Rauhtiefe, um einen möglichst großen Traganteil für das spätere Pressmaß zu bekommen und auch unter Belastung dauerhaft zu behalten.

 

 

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Aus hochfestem Stahl
CNC-gedrehte Lagerschilde, gemäß der Blockbohrung ausgelegt. Die Außenkontur ist verändert, um den Traganteil weiter zu erhöhen. Hier ist ein absoluter Rundlauf zwischen Außen- und Innendurchmesser wichtig, um die Präzision der Blockbohrung fortzusetzen.

 

 

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Bei richtiger Vorspannung
der Kurbelwelle ist an dieser Stelle alles für einen exzellent ruhigen Motorlauf getan. Ganz gleich, ob bei einer 900SS oder einer Racing-Ducati.

 

 

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Ich würde ja darüber lachen,
wenn es nicht so traurig wäre: Der Versuch eines Ducati Händlers und Tuners, mit Körnerpunkten eine Reparatur durchzuführen. Einfach scheußlich ...

 

 

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Die bessere Haltbarkeit
der Motorgehäuse kann man hervorragend erkennen, wenn das Aluminium angeschnitten wird, wie hier beim Ausspindeln für die Lagersitze. Links im Bild das Gehäuse aus einer 2000er Produktion, rechts dagegen ein Gehäuse einer 1994er 916. Der inhomogene Guß der älteren Baujahre hat viel zu dem Ruf der geringen Zuverlässigkeit beigetragen. Der praktisch lunkerfreie Guß mit neuen Gießverfahren begründet die tatsächlich enorm gestiegene Haltbarkeit der Motorgehäuse.

 

 

 

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Instandsetzung > Hauptlagerschild

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